19. Oktober 2006
Der Feminismus greift nach der Göttlichkeit.

42 Frauen und 10 Männer fühlten sich gedrungen der Bibel eine etwas weiblichere Seite zu verpassen.
Politisch unkorrektes wird ersetzt. Wo im Urtext von "Brüdern" gesprochen wird jetzt auf "Geschwister" umgebogen. "Jünger" mutieren zu "Jüngerinnen" und "Fischer" werden zu "Fischerinnen".
Michelangelos "Finger Gottes"
Eigentlich ist die ganze Sache keine Aufmerksamkeit wert. Es macht sowieso jeder wie er will und kann.
Was die Sache aber doch etwas befremdlich erscheinen läßt, ist der Tatbestand der Mitarbeit von Pfarrerinnen, Pröbstinnen, einem Kirchenpräsidenten, einer Bischöfin und sicher noch weiteren Personen mit einem kirchlich-geistlichen Hintergrund.
Weit davon entfernt Bewahrer der "Heiligen Schrift" zu sein, wird dort was verändert, da was verdreht, hier was hinzugefügt, der Bibel eigentlich die Glaubwürdigkeit entzogen.
Ich bin mir nicht sicher ob dem christlichen Glauben damit wirklich geholfen wird, aber eines weiß ich genau: Luther würde in seinem Grab rotieren, wüßte er um die Bemühungen seiner Erben.
[bibel-in-gerechter-sprache.de ..] [Permalink]

Ich stelle gerade ziemlich erstaunt fest, dass die Entwicklung schon viel weiter ist, als das man sich über ein "Sie erschuf .." Gedanken machen müßte.
In Amerika werden auch Begriffe wie "Gottes Rechte" abgeschafft, so etwas könnte einem der zahlreichen amerikanischen Linkshänder sauer aufstossen und ihn kränken.

Alles, was rassistisch, antisemitisch, frauenfeindlich oder sonstwie diskriminierend mißdeutet werden könnte, ist aus einer neuen Ausgabe der Bibel, die bei Oxford University Press erscheint, gestrichen worden. Jahre lang arbeiteten Theologen auf eigene Initiative an der "gereinigten" Übersetzung.

Die Eingriffe sind tiefgehend. Kinder sollen ihren Eltern nicht mehr "gehorchen", sondern ihnen "folgen". Und um der Gleichberechtigung Recht widerfahren zu lassen, beginnt das Gebet der Gebete jetzt mit "Vater bzw. Mutter unser im Himmel". Die "Mächte der Finsternis", die dunkelhäutige Mitbürger eventuell als Verunglimpfung empfinden könnten, werden nicht mehr als Synonym für das Böse eingesetzt.
[zum selber Nachlesen ..]

Es gibt einfach nix was es nicht gibt.





"Mit Glauben allein kann man sehr wenig tun,
aber ohne ihn gar nichts."


Samuel Butler (1835-1902)
Englischer Schriftsteller,
Komponist, Philologe, Maler
und Gelehrter.

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